Der Ratgeber für Sparfüchse

Geld Abheben im Ausland

Was man beachten sollte:

Auf Geschäftsreise oder im Urlaub stellt sich immer wieder die Frage, wie man am günstigsten im Ausland Geld abheben kann. Ist es günstiger mit Kreditkarte oder EC-Karte am Automaten Geld zu ziehen, oder sollte man gleich in den Läden mit Karte zahlen? Leider gibt es keine generelle Antwort, da jedes Bankinstitut andere Gebühren berechnet und die Kosten auch abhängig von dem jeweiligen Zielland sind. Doch kann man zumindest einige grundlegende Tipps geben, die im Folgenden aufgelistet werden sollen.

Wird die Reise innerhalb der Euro-Zone angetreten, fährt man grundsätzlich am besten, wenn man in Läden und an anderen Kassen mit der EC-Karte bezahlt, denn in diesem Fall werden keine Gebühren berechnet. Anders sieht es aus, wenn man am Automaten Geld ziehen möchte. Denn wie dies in Deutschland auch der Fall ist, verlangen die Banken für das Abheben von Bargeld Gebühren, wenn man kein Kunde des entsprechenden Geldinstituts ist. Entweder wird ein Pauschalbeitrag einbehalten, der gewöhnlich zwischen 3,50 und 6,00 Euro liegt oder es wird bei ein gewisser Prozentanteil des abgehobenen Betrags berechnet.

Viele Banken in Deutschland haben Kooperationen mit entsprechenden Instituten im Ausland abgeschlossen, bei denen man vor Ort kostenfrei oder kostengünstig Geld abheben kann. Daher sollte man sich vor dem Reiseantritt bei seiner Hausbank informieren, welche dies sind, um die Kosten möglichst gering zu halten. Wer es nicht vermeiden kann, an den Geldautomaten von Fremdinstituten Bares zu ziehen, sollte lieber einmal einen großen Betrag abheben als 3x einen kleinen, um nicht jedes Mal erneut Gebühren entrichten zu müssen.

Geldabheben in Nicht-Euro-Ländern

Bei Reisen in Länder, in denen der Euro nicht als offizielles Zahlungsmittel akzeptiert wird, ist es aufgrund der höheren Gebühren an den Automaten (auch ATM genannt) oft günstiger, das Geld vorher in die entsprechende Landeswährung umzutauschen. Da jedoch nicht jeder mit einem großen Batzen Geld durch die Weltgeschichte tingeln möchte, stellt das oft auch keine echte Alternative dar. Spätestens bei längeren Aufenthalten muss man doch wieder auf andere Weise an Geld kommen. Außerhalb der europäischen Union wird die EC-Karte aber nicht überall akzeptiert. Dies trifft im Besonderen für V-PAY Girokarten zu, die nur in Europa genutzt werden können. Zudem ist der Verfügungsrahmen von Girokarten bei Auslandseinsatz oft begrenzt, was beim Abheben höherer Summen schnell zu einer Sperrung der Karte führen kann. Mit dieser Maßnahme wollen die Banken Missbrauch verhindern. Doch gibt es nichts Schlimmeres im Urlaub, als wenn man plötzlich nicht mehr an Geld kommt! Wer im Ausland dennoch die EC-Karte nutzen möchte, sollte sich daher vorher bei seiner Bank erkundigen, ob es eine derartige Begrenzung der EC-Karte für den Einsatz im Ausland gibt und diese dann für die Zeit des Urlaubs aufheben lassen.

Für Reisen in ferne Länder sollte man daher unbedingt über eine Kreditkarte verfügen. Das macht vieles einfacher und vor allem günstiger! Für die Buchung von Unterkünften und Flügen oder das Anmieten von Fahrzeugen wird in der Regel sogar eine Kreditkarte zwingend vorausgesetzt. Für die Nutzung der Kreditkarte in Geschäften, in Restaurants oder bei anderen Dienstleistern, die eine bargeldlose Zahlung akzeptieren, fällt eine Gebühr an, die gewöhnlich zwischen einem und zwei Prozent des verfügten Zahlungsbetrags liegt.

Geld Abheben mit der Kreditkarte

Will man mit der Kreditkarte an einem Automaten Geld abheben, werden dafür bei den meisten Banken zwischen 5 und 6 Euro erhoben. Zuzüglich wird bei einigen Institiuten noch ein gewisser Prozentsatz für die Verwendung der Kreditkarte im Ausland draufgeschlagen (z.B. bei der Commerzbank mindestens 5,98 € + 1,5 % Auslandseinsatz). Bei häufigen Abhebungen kann da schon eine beachtliche Summe zusammen kommen, deshalb gilt auch hier wieder, lieber selten und dafür höhere Beträge ziehen oder einfach direkt in den Geschäften und anderen Zahlstellen mit Kreditkarte zahlen. Das kommt günstiger.

DKB Note 1,3 im TestEs gibt jedoch auch eine Bank, die keinerlei Gebühren für die Nutzung der Kreditkarte an Geldautomaten verlangt und das weltweit! Mit der Visa-Karte der Deutschen Kreditbank (DKB) kann man weltweit kostenlos Geld abheben und zwar an allen Automaten, die das Visa-Zeichen tragen. Selbst wenn von den Banken, die die Automaten betreiben, einmal doch zusätzliche Entgelte berechnet werden, können diese auf Antrag wieder zurückgefordert werden. Eine formlose E-Mail reicht hierfür meistens aus und die erhobenen Fremdgebühren werden anstandslos erstattet.

Für alle die oft verreisen oder über einen längeren Zeitraum im Ausland sind, ist das kostenfreie Cash-Konto somit der ideale Begleiter, um weltweit kostenlos Geld abzuheben. Bei der Eröffnung bekommt man besagte Kreditkarte, mit der man an allen Automaten weltweit Bargeld beziehen kann, ohne dass seitens der Bank Gebühren berechnet werden. Zusätzlich bekommt man eine Girokarte, mit der man in Deutschland allerdings nur an den wenigen Geldautomaten der Deutschen Kreditbank gebührenfrei Bargeld abheben kann. Für den Einsatz an Automaten von Fremdinstituten werden im In- wie auch im Ausland 10 € fällig. Daher sollte man auch bei der Nutzung des Kontos in Deutschland stets nur mit der Kreditkarte Geld abheben, um Entgelte zu vermeiden. Natürlich kann die Girokarte aber für das bargeldlose Zahlen z.B. in Läden eingesetzt werden. Dabei fallen im Geltungsbereich der EU-Preisverordnung keine Gebühren an. In sonstigen Ländern berechnet die DKB ein Prozent des verfügten Umsatzes als Entgelt (mindestens 0,77 €, höchstens 3,83 €).

Der bargeldlose Einsatz der DKB Kreditkarte (z.B. in Hotels, Restaurants, an Tankstellen, beim Einkauf im Internet oder an sonstigen Akzeptanzstellen) ist kostenfrei für Verfügungen in Euro, schwedischen Kronen oder rumänischen Lei. Bezahlt man in einer anderen Währung, wird für die Nutzung der Kreditkarte eine Gebühr in Höhe von 1,75 % des entsprechenden Geldbetrags berechnet.

Zusätzlich werden auf das Guthaben ab dem ersten Euro Zinsen gezahlt. Das Internetkonto wird mit 0,2 Prozent p.a. verzinst, während man auf das Kreditkarten-Guthaben derzeit 1,05 Prozent p.a. gutgeschrieben bekommt, die monatlich auf das entsprechende Konto ausgezahlt werden. Somit fungiert das Kreditkarten-Konto gleichzeitig als Tagesgeldkonto. Der Zinssatz ist variabel und richtet sich nach der aktuellen Marktlage.

Anders als bei anderen Konten ist bei der DKB auch kein Mindestgeldeingang erforderlich. Selbst als Schüler oder Student ohne festes Einkommen kann man das Konto eröffnen und auf Reisen über sein Geld verfügen (ein Schufa-Anfrage zur Prüfung der Kreditwürdigkeit wird seitens der DKB jedoch gestellt).

Beachtet werden sollte jedoch, dass es sich bei der DKB um eine Internet-Bank handelt. Zugriff auf beide Konten hat man daher nur über das Online-Banking. Es gibt zwar einige wenige Filialen, die sich größtenteils in Berlin und Brandenburg befinden, doch werden Überweisungen und andere Transaktionen über das Internet getätigt. Wer ein Konto sucht, auf das er regelmäßig an einem Schalter Bargeld einzahlen kann, der ist hier sicherlich falsch beraten.

Das DKB-Cash Konto eignet sich jedoch perfekt für Leute, die oft im Ausland sind und weltweit kostenfrei Bargeld abheben möchten.

Das beinhaltet das DKB-Konto

  • kostenlose Girokarte (0,2 % p.a. Zinsen auf das Internet-Konto)
  • kostenlose Visa-Kreditkarte (1,05 % p.a. auf das Kreditkarten-Guthaben)

Das bietet das DKB-Konto

  • Kostenloses Online-Banking mit 24/7 Kundenbetreuung
  • Keine Kontoeröffnungsgebühren, keine Kontoführungsgebühren, kein Mindestgeldeingang oder -guthaben
  • Mit Tagesgeldfunktion: Attraktive Zinsen auf das Kreditkarten-Guthaben ab dem ersten Euro, täglich verfügbar
  • Kostenlos weltweit Geld abheben mit der Visa-Karte
  • Das Geld ist sicher: Einlagensicherung nach deutschem Recht
  • Wenn es mal knapp wird: bis zu 1000 Euro Sofort-Dispo (Zinssatz aktuell 7,9 % p.a.)

DKB-Cash - Das kostenlose Girokonto vom Testsieger

DKB Cash im Ausland beantragen

Selbst wer dauerhaft im Ausland wohnt, kann ein Konto von der DKB beantragen. Das bietet sich vor allem für jene an, die weiterhin Einkommen in Deutschland haben und über dieses Geld im Ausland verfügen möchten. Während andere Bankinstitute sich querstellen, wenn man aus dem Ausland heraus ein deutsches Konto eröffnen will, kommt die Deutsche Kreditbank potentiellen Kunden im Ausland entgegen und bietet eine recht unkomplizierte Kontoeröffnung an. Der Bankservice bleibt auch hier komplett kostenlos. Das heißt es gibt keinerlei Kontoführungsgebühren und man kann weiterhin kostenlos im Ausland Geld abheben. Es gelten die gleichen Bedingungen wie oben aufgeführt.

Wer nun ein Konto bei der DKB eröffnen will, muss einfach nur auf der Webseite der Bank alles nötige ausfüllen. Nach eine Prüfung durch die Bank wird einem gewöhnlich noch am gleichen Tag eine E-Mail geschickt. Darin wird man in der Regel dazu aufgefordert, alle Anschriften und Voranschriften zu nennen, für den wahrscheinlichen Fall dass die Schufa die bei der Beantragung hinterlassene (Auslands-)Adresse nicht gespeichert hat.

Zudem muss man eine Identifikationsbestätigung ausfüllen lassen. Dies dient der eindeutigen Identifizierung Ihrer Person. Normalerweise muss man sich bei der Beantragung eines Kontos bei der deutschen Post identifizieren lassen (PostIdent-Verfahren). Da dies im Ausland nicht möglich ist, kann dies bei jeder Bank oder einem Rechtsanwalt vor Ort durchgeführt werden. Dazu geht man mit dem entsprechenden Formular und seinem Reisepass zu seiner Hausbank und bietet diese um Unterstützung bei der notwendigen Legitimation. Danach muss das Identifikationsformular zusammen mit einer Kopie des Reisepasses nur noch an die DKB in Berlin geschickt werden. Ein Gehalts- oder Verdienstnachweis ist nicht erforderlich. Nach erfolgter Prüfung setzt sich die Bank mit Ihnen in Verbindung und wird Ihnen die Zugangsdaten fürs Online-Banking und die gebührenfreie Kreditkarte zukommen lassen.


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